Bestsellerautorin · Psychologie und Soziales · ehemals Gründerin der Hexenschule Wien
Ich meine nicht dieses kleine „Na eh schön“-Freuen, sondern das echte. Dieses Lachen, das einfach kommt, ohne Grund.
Ich erinnere mich an einen Nachmittag in Wien. Ich saß in einem Café, mein Laptop vor mir, drei offene Projekte, fünf unbeantwortete Anrufe, ein Leben, das nach außen perfekt wirkte. Und dann passierte es: Ein Kind vom Nebentisch verschüttete Kakao. Alles landete am Boden, mitten im schönsten Designerraum. Die Mutter war peinlich berührt, die Kellnerin genervt, und dieses Kind – dieses Kind lachte einfach. Laut, frei, schokoladenverschmiert.
Ich sah es an und dachte: Wann habe ich das letzte Mal so gelacht?
Da wurde mir klar, dass ich meine Freude vergessen hatte. Nicht verloren, sondern echt vergessen. Ich hatte sie irgendwo zwischen Terminen, Pflichten und klugen Ausbildungen abgelegt.
Viele Menschen sind müde. Sie haben zwar noch ab und an Energie, aber die verwenden sie, um im Außen weiter zu glänzen …
Die neue Zeit funktioniert aber nicht mehr so.
Das Außen (Beziehungen, Sicherheiten wie Jobs, Häuser, Geld) brechen weg und das ist gut … ja wirklich.
Es geht nämlich in den nächsten Jahren ums Innere. Um dein Innerstes. Wenn das nicht strahlt, dann wirst du Themen aufreißen, die weh tun. (Der Kellner kommt wieder … )
Herzensgüte – nicht nur für Andere, sondern auch für dich.
Weißt du, viele Menschen merken gar nicht, dass sie getrennt leben.
Getrennt von sich selbst. Von ihrem Selbst. Sie leben das konstruierte Ich, das uns sagt, dass unser Wert an Dingen hängt, die man zählen kann: an Geld, Likes, Anerkennung, deinem Körper.
Und wundern sich, warum sie sich leer fühlen, obwohl alles „scheinbar“ passt.
In meinem neuesten Buch habe ich die sieben Schritte der Wahrheit aufgeschrieben. Es ist wie ein Häuten, ein Abschälen von dem konstruierten Ich, welches uns nicht mal bewusst ist, zu deinem Selbst. Zu dem, der du wirklich bist.
Ich möchte dir etwas sagen, bevor du weiterscrollst.
Alles, was ich heute tue, verdanke ich Gott. Er hat mich aus einer Zeit geholt, in der ich mich selbst kaum noch gespürt habe.
Für mich gehört der Glaube an Gott einfach dazu. Wichtig: Es geht mir nicht um irgendeine Religion, auch das ist wieder nur ein System, das auch brechen wird. Es geht mir um diese leise, echte Verbindung zu etwas, das größer ist als wir.
Wer im neuen System lebt, spürt das früher oder später sowieso. Ohne diese Verbindung drehst du dich ewig im Kreis. Dann bestimmen Angst, Zweifel und das alte Denken dein Leben. Mit ihr findest du Halt, auch wenn alles wackelt. So erlebe ich es, jeden Tag.
Herzlichst, Birgit